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Кино- Ср., 13. апрель, 20:00

The Revolution that wasn’t Russische Dokumentarfilme 1991–2015
1. bis 30. April 2016 im Kino Arsenal

Kino Arsenal:
Мужчина в доме или Кейн в стране большивиков
Man in the House or Mr. Cain in the Land of the Bolsheviks
Vladislav Tarik Russland 1995 OmU 35’

MUZHCHINA V DOME ILI GRAZHDANIE KEJN V STRANE BOLSHEVIKOV: Dieser weitgehend unbekannte Film des Klassikers des sowjetischen Dokumentarfilms, Vladislav Tarik, handelt von Kevin Cain, einem britischen Staatsbürger, der sich Anfang der 90er Jahre als überzeugter Sozialist in einem Dorf im Ural niederlässt, um dort als russischer Bauer und Revolutionär zu leben. Neben seinen politischen Aktivitäten komponiert Mr. Cain in seiner Freizeit mit dem Synthesizer politische Lieder, die den Sozialismus preisen.

Kino Arsenal:
Чистый понедельник
Pure Monday
Aleksey Solonytsin Russland 1992 OmU 63’

СHISTYJ PONEDELNIK ist die Chronologie einer radikalen Entscheidung: Zur Zeit der sowjetischen Stagnation unter Breschnew entschließt sich ein Lehrer, Andrei Mcheidse, „dieser Welt“ den Rücken zu kehren und Priester zu werden. Die Verfolgung und Bestrafung durch das System folgen prompt: Wegnahme der Wohnung, Verhaftung, Zwangseinweisung der Ehefrau in die Psychiatrie. Die Maßlosigkeit der Repressionen wird erst recht offensichtlich, als man dem Priester Anfang der 90er Jahre in die Strafkolonien Ostsibiriens folgt und seinen Begegnungen mit lebenslänglichen Sträflingen beiwohnt. Ein Film über Unbeirrtheit, aber auch über Orientierungslosigkeit im sozialistischen System und dessen amorphen Transformationsversuchen sowie der Rückkehr zur Religion, die heute zunehmend durch den Staat instrumentalisiert wird.

Kino Arsenal
Potsdamer Straße 2
10785 Berlin
Telefon: 030 269 55 100
www.arsenal-berlin.de

Eintrittspreise: Gäste: 7,50 €
Mitglieder: 5 €
Kinder: 3 €
Berlin-Pass: 3 €

Кино- Чт., 14. апрель, 20:00

The Revolution that wasn’t Russische Dokumentarfilme 1991–2015
1. bis 30. April 2016 im Kino Arsenal

Sa 2.4., 20h, Einführung: Barbara Wurm & Do 14.4., 20h,

Kino Arsenal:
Хлебный день
Bread Day
Sergei Dvortsevoy Russland 1998 OmE 55

CHLEBNY DEN’- ein Tag in einem entlegenen und verlassenen Dorf Ende der 90er Jahre. An diesem Tag findet die Brotlieferung statt. Doch der Zug schafft es nicht bis zum Dorf und die wenigen betagten Bewohner müssen den Waggon selbst weiter schieben. Dvortsevoy filmt diesen Vorgang in einer Sequenz und lässt ihn den Zuschauer so direkt miterleben – ebenso wie den Alltag im Dorf, der von der tiefen Wirtschaftskrise der Jelzin-Zeit und der verfallenden sowjetischen Infrastruktur geprägt ist.

Kino Arsenal:
Артель
Sergei Loznitsa Russland 2006 ohne Dialog 30’

Loznitsa führt die Beobachtungen der russischen Peripherie weiter und filmt in ARTEL das Leben der Küstenfischer im hohen Norden Russlands. Er konzentriert sich auf ihre Arbeitstechniken, die sich seit Jahrzehnten kaum verändert haben. Die minimalistische Landschaft, die lediglich aus dem Horizont und dem vereisten Meer besteht, lässt den Zuschauer nur die Gesten der Fischer und ihren Überlebenswillen wahrnehmen.

Kino Arsenal
Potsdamer Straße 2
10785 Berlin
Telefon: 030 269 55 100
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Eintrittspreise: Gäste: 7,50 €
Mitglieder: 5 €
Kinder: 3 €
Berlin-Pass: 3 €

Кино- Пт., 15. апрель, 19:00
Кино- Пн., 18. апрель, 19:30

The Revolution that wasn’t Russische Dokumentarfilme 1991–2015
1. bis 30. April 2016 im Kino Arsenal

Fr 15.4., 19h, zu Gast: Antoine Cattin

Kino Arsenal:
Я забуду этот день’
I Will Forget This Day
Alina Rudnitskaya Russland 2010 OmE 25’

Der Kurzfilm YA ZABUDU ETOT DEN’ konzentriert sich auf die Gefühle von Frauen vor einer Abtreibung. Die persönlichen und politischen Umstände der jeweiligen Entscheidungen werden nicht erwähnt, es gibt keine Interviews und kaum Dialoge. Die Kamera dokumentiert distanziert das Geschehen und hält die Frauengesichter fest, um sich der Situation ihrer Protagonistinnen anzunähern.

Kino Arsenal:
Мать
The Mother
Antoine Cattin, Pavel Kostomarov Russland/CH 2008 OmU 80’

In MAT’ wagen sich die Regisseure Kostomarov (Russland) und Cattin (Schweiz) an das Thema „Mutterschaft“ und machen Ljuba, eine alleinerziehende Mutter aus einem Dorf im Nowgoroder Gebiet, zur Protagonistin ihres dritten gemeinsamen Films. Trotz finanzieller Schwierigkeiten und einer unglücklichen Ehe hat Ljuba sich ihren Kinderwunsch erfüllt, sie ist mit den neun Kindern vor ihrem alkoholabhängigen Mann geflohen. Ljubas Selbstaufopferung für die Kinder lässt an eine archetypische Mutterfigur denken, in der sich religiöse Vorstellungen mit dem sozialistischen Gender- Modell der„arbeitenden Mutter“ verbinden. Der Film zeigt das Scheitern dieses Rollenmusters: Die bitterarme Dorfgemeinschaft kann weder Ljuba noch ihren Kindern eine Zukunftsperspektive bieten.

Kino Arsenal
Potsdamer Straße 2
10785 Berlin
Telefon: 030 269 55 100
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Eintrittspreise: Gäste: 7,50 €
Mitglieder: 5 €
Kinder: 3 €
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Кино- Пт., 15. апрель, 21:30
Кино- Вс., 17. апрель, 19:30

The Revolution that wasn’t Russische Dokumentarfilme 1991–2015
1. bis 30. April 2016 im Kino Arsenal

So 17.4., 19.30h Einführung: Bert Rebhandl

Kino Arsenal:
Беловы
The Belovs
Viktor Kossakovsky Russland 1992 OmE 60’

BELOVY ist eine anfangs meditative, mäandernde Beobachtung zweier älterer Geschwister Anfang der 90er Jahre in der russischen Provinz. Scheinbar ganz nebenbei entfaltet der Film sein Anfangsmotto: „Den Menschen hätte man in Ruhe lassen sollen. Er würde sich dann allein und ganz natürlich entwickeln." Es geht um das Geschwisterpaar und um dessen unmittelbare tierische Nachbarschaft, um das kleine Miteinander und das große Außen, welches sehr weit entfernt zu sein scheint. Doch das unsichtbare Außen beschäftigt die Geschwistergesellschaft zunehmend, sie gerät in Streit und die Ruhe ist zu Ende.

Kino Arsenal:
Я вас любил… Детский сад
I Loved You (3. Teil). Kindergarden
Viktor Kossakovsky Russland 2000 OmE 39’

YA VAS LYUBIL… DETSKIJ SAD, der letzte Teil von Viktor Kossakovskys Trilogie, die sich mit Liebesgeschichten in unterschiedlichen Altersstufen beschäftigt, widmet sich der ersten Liebe im Kindergarten. Im Stil eines Home Videos nähert sich Kossakovsky den beiden Protagonisten des Films – Sascha und Katja – und zeigt eine Welt, die derjenigen der Erwachsenen an Beziehungsdramatik und Reife kaum unterlegen ist.

Kino Arsenal
Potsdamer Straße 2
10785 Berlin
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Eintrittspreise: Gäste: 7,50 €
Mitglieder: 5 €
Kinder: 3 €
Berlin-Pass: 3 €

Кино- Сб., 16. апрель, 19:00
Кино- Сб., 30. апрель, 19:00

The Revolution that wasn’t Russische Dokumentarfilme 1991–2015
1. bis 30. April 2016 im Kino Arsenal

Sa 16.4., 20.30h, zu Gast: Antoine Cattin

Kino Arsenal:
Путин. высокосный год.
The Leap Year
Vitaly Mansky Russland 2001 OmE 59’

Das erste Dokumentarfilmporträt des russischen Staatsoberhaupts, das von einem unabhängigen russischen Regisseur gedreht wurde. Mansky beobachtet den Alltag des damals zukünftigen Präsidenten: von dem Zeitpunkt, als Putin noch als Jelzins Stellvertreter auftritt, bis zu seinem Sieg bei den Präsidentschaftswahlen im Jahr 2000. Der Film basiert auf Gesprächen des Filmemachers mit dem Politiker und gibt Einblicke in Putins Privatleben – etwa beim Treffen mit seiner ehemaligen Deutschlehrerin und beim Teetrinken in seiner Residenz nahe Moskau.

Кино- Сб., 16. апрель, 20:30
Кино- Сб., 30. апрель, 19:00
Kino Arsenal:
Срок
The Term
Pavel Kostomarov, Alexej Pivovarov, Alexander Rastorguev Russland/Estland 2014 OmE 83’

Urspüngliches Ziel des als Video-Blog gestarteten Projekts war es, die Protagonisten der Oppositionsbewegung in Russland nach Putins Wiederwahl zum Präsidenten zu porträtieren. Der Titel des Films ist einerseits eine Anspielung auf Putins dritte Amtszeit (russ.: srok). Gleichzeitig verweist er auf die riskante Lage der Opposition, die mit Untersuchungshaft und Freiheitsstrafen (russ. ebenso: srok) zu rechnen und zu leben hat. Die alltäglichen, privaten, komischen und manchmal romantischen Szenen mit den Protagonisten mischen sich mit Ausschnitten aus dem staatlichen Fernsehen und dem politischen Kampf. Für die drei Regisseure blieb das Projekt „Srok“ nicht ohne Folgen: Durch ein Verhör von Pavel Kostomarov Ende 2012 wurden die Autoren selbst Teil des politischen Geschehens und brachen die Arbeit ab.

Kino Arsenal
Potsdamer Straße 2
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Кино- Сб., 19. апрель, 20:00
Кино- Вт., 22. апрель, 21:00

The Revolution that wasn’t Russische Dokumentarfilme 1991–2015
1. bis 30. April 2016 im Kino Arsenal

Di 19.4., 20h, Einführung: Tatiana Kirianova, zu Gast: Aliona Polunina

Kino Arsenal:
Революция, которой не было
The Revolution That Wasn’t
Aliona Polunina Estland/Finnland/Russland 2008 OmE 95’

Einer der besten Filme zur politischen Opposition im Russland der 2000er Jahre, das preisgekrönte Debüt der Regisseurin Aliona Polunina, zeigt die Anhänger der linksradikalen National- Bolschewistischen Partei unter der Führung von Eduard Limonov. Im Mittelpunkt des Films steht Anatoly Tischin, der stellvertretende Parteichef und sein Sohn Grigory, der von seinem Vater bereits mit 14 Jahren in die Partei-Aktivitäten eingebunden wird. Ohne ihre Protagonisten zu bewerten, schafft es Polunina, einen tiefen Einblick in das radikalisierte Milieu zu geben. Ein beeindruckendes Porträt nicht nur der beiden Tischins, sondern der gesamten Bewegung, die mit der Auflösung der Partei 2010 ihr offizielles Ende fand.

Kino Arsenal
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Кино- Чт., 21. апрель, 19:00
Кино- Пт., 29. апрель, 21:00

The Revolution that wasn’t Russische Dokumentarfilme 1991–2015
1. bis 30. April 2016 im Kino Arsenal

Kino Arsenal:
Ладно, хорошо
OK, Good
Alexandra Kulak, Anna Kornienko Russland 2015 OmE 25’

LADNO, KHOROSHO ist ein Kurzfilm der jungen Filmemacher Alexandra Kulak und Ruslan Fedotov aus Moskau, die sich bereits mit kommerziellen Musik- und Werbevideos für internationale Bands einen Namen gemacht haben. Ohne sich in das alltägliche Leben des Dorfes zu vertiefen, zeigt der Film russische Babuschkas, die ihre Lieder in ländlicher Umgebung präsentieren. Der Blick der beiden Filmemacher ist weniger kritisch, sondern von großer Sympathie zu ihren Protagonistinnen geprägt. Die einer Wüste gleichende Dorflandschaft und der Klang der Volkslieder fügen sich auf sonderbare Weise zu einer archaischen, fragilen Welt.

Kino Arsenal:
Звизжи
Olga Privolnova Russland 2014 OmE 48‘

Zvizzhi ist ein kleiner Ort in der Nähe von Kaluga, der vor allem durch das Architekturfestival „Archstoyanie“ bekannt wurde, das Unmengen von Moskauer Hipstern anzieht. Deren Besuch scheint die Bewohner von Zvizzhi, die größtenteils arbeitslos sind, jedoch kaum zu beeinflussen. Die Regisseurin Olga Privolnova, die an der renommierten Marina-Rasbezhkina-Filmschule studierte, folgt mit ihrer Kamera den unteren sozialen Schichten der russischen Gesellschaft in der Art des Direct Cinema.

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Кино- Пт., 22. апрель, 19:00
Кино- Ср., 27. апрель, 19:00

The Revolution that wasn’t Russische Dokumentarfilme 1991–2015
1. bis 30. April 2016 im Kino Arsenal

Kino Arsenal:
Гражданское состояние
Civil State
Alina Rudnitskaja Russland 2005 OmE 29’

Der schwungvolle Anfang von GRAZHDANSKOE SOSTOYANIE trügt: Frisch gebackene junge Paare, Blumen, Sekt und zerschmetterte Gläser weichen dem bürokratischen Alltag einer Behörde. Es geht um Heirat, Scheidung und Tod. Es geht auch um Formulare, Bestätigungen und fehlende Stempel. Der Kamera gelingt es, unbemerkt zu bleiben und dabei Gesichter, Schicksale, Freude, Verzweiflung, List, Wut und intime Details der Protagonisten ganz unmittelbar festzuhalten. Die Regisseurin Alina Rudnitskaya schafft Nähe und behält gleichzeitig Distanz, sie gleitet nicht ins Pathos oder ins Melodramatische ab, ist weder sozialkritisch noch gleichgültig.

Kino Arsenal:
Девочки
Girls
Valeriya Gai Germanika Russland 2005 OmU 48’

DEVOCHKI zeigt ein paar Sommertage aus dem Leben von drei Moskauer Mädchen an der Schwelle zum Erwachsenwerden. Abschied von der Kindheit in Schulhöfen und Hausfluren in den Mietshäusern eines Vororts am Rande der russischen Hauptstadt – von heimlich gekauften Zigaretten und Gin Tonic bis zur ersten Liebe und der Aushändigung des Passes. Die Regisseurin Valeriya Gai Germanika, die später mit ihrem Spielfilm Everybody Dies But Me (2008) großen Erfolg in Cannes hatte, war selbst erst 19, als sie ihr dokumentarisches Debüt realisierte. Ihre emotionale Nähe zu und Sympathie mit den drei Hauptfiguren machen ihren Film zu einem authentischen und ehrlichen Werk.

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Кино- Сб., 23. апрель, 20:00
Кино- Чт., 28. апрель, 19:00

The Revolution that wasn’t Russische Dokumentarfilme 1991–2015
1. bis 30. April 2016 im Kino Arsenal

Do 28.4., 19h, einführender Vortrag von Aleida Assmann

Kino Arsenal:
Ленинленд
Leninland
Askold Kurov Russland 2013 OmE 52’

Mitten in der Perestroika eröffnete 1987 nach jahrelangen Bauarbeiten das größte und bislang letzte Lenin-Museum im Dorf Gorki, einige Kilometer von Moskau entfernt. Wenige Jahre nach der Museumseröffnung existierte die Sowjetunion nicht mehr und das Museum geriet in Vergessenheit. Mit viel Humor und Ironie hält Kurov den heutigen Alltag dieses Ortes fest, der zu einem Refugium kurioser Gestalten geworden ist. Unter den wenigen Besuchern sind chinesische Touristen, Anhänger der allrussischen Kommunistischen Partei, ukrainische Pioniere und russische Polizisten. Laut Aussage von Kurov ist LENINLAND kein politischer Film, sondern sein Versuch, einen Bezug zu der historischen Figur Lenin zu finden.

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Кино- Ср., 27. апрель, 20:30
Кино- Пт., 29. апрель, 19:00

The Revolution that wasn’t Russische Dokumentarfilme 1991–2015
1. bis 30. April 2016 im Kino Arsenal

Kino Arsenal:
Представление
Revue
Sergei Loznitsa Russland/NL/D 2008 OmE 82’

Der zweite mehrfach ausgezeichnete Film von Sergei Loznitsa arbeitet mit Wochenschauen aus den 50er und 60er Jahren der Sowjetunion. Loznitsa nimmt die Bilder des alltäglichen Lebens unverändert in seinen Film auf, blendet aber Kommentar und Musik aus, um den Bildern ihre „propagandistischen“ Botschaften zu nehmen. Chronologisch montiert zeigt er die Auswirkungen damaliger politischer Veränderungen auf die Politik der Bilder. Mit der Liberalisierung, die nach dem Tod Stalins Mitte der 50er Jahre einsetzt, wird auch die Intonation der Chroniken milder und „menschlicher“. Der russische Titel "Vorstellung" bietet zwei Lesarten des Films an: Man kann ihn, im Sinne eines inneren Bildes, als einen Versuch der "Rehumanisierung" des sowjetischen Subjekts oder als eine Vorführung, ein grandios inszeniertes Spektakel verstehen.

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Кино- Чт., 28. апрель, 20:30

The Revolution that wasn’t Russische Dokumentarfilme 1991–2015
1. bis 30. April 2016 im Kino Arsenal

Kino Arsenal:
Первые на луне
First on the Moon
Alexei Fedorchenko Russland 2005 OmE 75’

PERVYE NA LUNE hat eine besondere dokumentarische Form. Wir erfahren vom ersten bemannten Flug sowjetischer Kosmonauten zum Mond. Regisseur Alexei Fedorchenko, langjähriger Mitarbeiter der Swerdlowsker Filmstudios, kombiniert gekonnt Archivmaterial dieses Studios mit eigenen Aufnahmen. Dabei reproduziert er das Geschehen präzise mit damals gängigen Filmgenres wie der Wochenschau oder dem Aufklärungsfilm. Bereits in der frühen Sowjetzeit wurde die Wirklichkeit mit filmischen Mitteln erfunden und ästhetisiert. Jahrzehnte später imitiert Fedorchenko perfektionistisch das Imitat. Vor dem Hintergrund der metafilmischen Wucht des Films stellt sich die Frage nach dessen Wahrheitsgehalt überhaupt nicht. Die Atmosphäre der Epoche wird hier minutiös und überzeugend wiedergegeben.

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